Nächster Meilenstein für Wim Verdonschot: Der 21-Jährige wird in der aktuellen Tischtennis-Weltrangliste erstmals auf Rang 40 geführt und verbessert sich damit um beeindruckende 19 Positionen.
Grundlage für den Sprung nach vorne waren die starken Leistungen beim China Smash, einem der bedeutendsten Turniere im internationalen Tischtennis. Dort zog Verdonschot bis ins Achtelfinale ein und sammelte insgesamt 380 Weltranglistenpunkte. Auf dem Weg dorthin gelangen ihm bemerkenswerte Siege gegen den slowenischen Weltklassespieler Darko Jorgic sowie den slowakischen Abwehrspezialisten Yang Wang.
Mit Platz 40 erreicht der Dortmunder die bislang beste Weltranglistenplatzierung seiner Karriere. Seine bisherige Bestmarke hatte bei Rang 57 gelegen. In der deutschen Rangliste rückt Verdonschot damit ebenfalls weiter nach vorne und liegt nun nur noch zwei Plätze hinter Benedikt Duda, der aktuell auf Rang 38 geführt wird.
Die Entwicklung des jungen Nationalspielers unterstreicht eindrucksvoll seinen kontinuierlichen Aufwärtstrend auf internationaler Ebene. Der WTTV gratuliert herzlich zu diesem herausragenden Erfolg und wünscht Wim Verdonschot für die aktuell laufende Europameisterschaft viel Erfolg und starke Leistungen.
Herzlichen Glückwunsch, Wim!
Ein Portrait über Wim Verdonschit von Simone Hinz (DTTB)
Wim Verdonschot: Sein großes Talent ist der Fleiß
Porträt eines ebenso ehrgeizigen wie unkomplizierten Zeitgenossen, der sein größtes Talent nicht im Ballgefühl sieht
Ljubljana. Wim Verdonschot ist mit einem souveränen 3:0-Erfolg gegen den Litauer Ervinas Uzialo in die Einzel-Europameisterschaften in Ljubljana (11. – 18. Oktober) gestartet. Nach seinem überraschenden Achtelfinal-Einzug beim China Smash vor vier Tagen und einer Reise über Frankfurt/Main und Düsseldorf ist der 21-jährige optimal in die kontinentalen Meisterschaften gestartet. Das Ziel bei seinem EM-Debüt im Einzel: „Die Quali zu überstehen, ist das Mindeste. Danach würde ich gerne wieder einen großen Namen schlagen wie Darko Jorgic in Peking.“

Vor zwei Jahren spielte Verdonschot noch in der 2. Bundesliga für Union Velbert. Inzwischen gehört er zu den großen Aufsteigern im deutschen Herren-Tischtennis. Sein Erfolgsrezept beschreibt er ebenso selbstironisch wie nüchtern: „Ich komme übers harte Arbeiten und übers viele Training. Das ist mein Talent.“ Wie aus einem begeisterten Computerspieler ein trainingsbesessener Profi wurde, warum sein Name fast immer falsch ausgesprochen wird und welche großen Ziele er verfolgt, erzählt das Porträt.
Wie „F“, nicht „W“
Die meisten Menschen hören es nicht besonders gern, wenn ihr Name falsch ausgesprochen wird. Wim Verdonschot scheint das wenig auszumachen. Der 21-Jährige ist ein ebenso höflicher wie entspannter Zeitgenosse, den so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Dabei dürfte der junge Tischtennis-Nationalspieler seinen Namen inzwischen schon unzählige Male falsch gehört haben. „Verdonschot“ kommt aus dem Niederländischen. Das „V“ am Anfang wird wie ein „F“ ausgesprochen. Doch fast alle nennen ihn „‘W‘erdonschot“.
Wie auch immer andere ihn aussprechen: Sein Name fällt inzwischen häufiger, wenn es um Topleistungen geht. Vor zwei Jahren spielte Verdonschot noch in der 2. Bundesliga für Union Velbert, träumte vom Sprung ins Oberhaus und davon, eines Tages zum deutschen Nationalteam zu gehören. Inzwischen spielt er für Borussia Dortmund in der höchsten deutschen Liga, ist U21-Europameister im Doppel und Silbermedaillengewinner im Einzel, hat zwei WTT-Turniere gewonnen und gehört zu den besten 65 Spielern der Weltrangliste. Beim China Smash in Peking erreichte er vor wenigen Tagen erstmals das Achtelfinale eines Grand-Smash-Turniers, der höchsten Kategorie der internationalen WTT-Turnierserie. Auf dem Weg dorthin bezwang er unter anderem den slowenischen Weltklassespieler Darko Jorgic und den slowakischen Abwehrspezialisten Yang Wang.
Der „Holzfäller“ mit dem Talent zum harten Arbeiten
Es ist eine Entwicklung, die selbst im schnelllebigen Leistungssport bemerkenswert ist. Eine Frage des Talents? „Talent ist so eine Sache“, sagt er. „Der eine hat vielleicht mehr Ballgefühl oder mehr Spielverständnis. Aber ich komme übers harte Arbeiten und übers viele Training. Das ist mein Talent.“ Im Gespräch mit myTischtennis.de bezeichnete sich der 1,90-Meter-Mann als „Holzfäller, der nicht mit dem meisten Gefühl gesegnet wurde“.
Dass Verdonschot einmal zu den fleißigsten Spielern am Deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf gehören würde, war keineswegs selbstverständlich.

Vom begeisterten Computerspieler zum Trainingsbesessenen
Geboren am 15. Mai 2005 in Berlin, kam er schon als Vierjähriger durch seinen Vater Olaf beim Brandenburger SV Falkensee-Finkenkrug mit dem Tischtennissport in Berührung. Schnell entwickelte er sich zum Landeskaderspieler. Als die Familie 2016 aus beruflichen Gründen nach Schwerte in Nordrhein-Westfalen umzog, setzte er seine sportliche Entwicklung im Westdeutschen Tischtennis-Verband fort.
Doch als Jugendlicher hatte Wim Verdonschot neben dem Tischtennis noch eine andere Leidenschaft: Computerspiele. Besonders „Fortnite“ hatte es ihm angetan, ein Online-Videospiel im bunten Comic-Look, bei dem geschossen und gekämpft wird. Er verbrachte viel freie Zeit an der Konsole. Bis ihn eine Rückenverletzung zu einer längeren Pause zwang. Er bewegte sich weniger, nahm zu und musste nach seiner Rückkehr einiges aufholen.
Die Verletzung wurde zum Wendepunkt. „Ich habe mir geschworen, weniger Playstation zu spielen und härter zu trainieren. Das hat sich ausgezahlt“, erzählte er 2024 dem Fachmagazin „tischtennis“. Aus dem begeisterten Computerspieler wurde ein Trainingsbesessener.
Profikarriere nimmt nach dem Abitur Fahrt auf
Nach dem Abitur entschied sich Verdonschot für die Profikarriere und zog nach Düsseldorf in eine Zwei-Zimmer-Wohnung, um am Deutschen Tischtennis-Zentrum mit den besten deutschen Spielern zu trainieren. Zweimal täglich Training am Tisch, dazu Kraft- und Präventionstraining sowie Regeneration. Bis zu viereinhalb Stunden verbringt er am Tag mit dem Schläger in der Hand. Der Mittagsschlaf ist ihm heilig, gegen 22 Uhr geht er gewöhnlich ins Bett.
Seine Freizeitbeschäftigung von früher ist dabei weitgehend auf der Strecke geblieben. Für ausgedehnte Sessions an der Konsole bleibt zwischen Training, Wettkämpfen und Regeneration kaum Zeit. Macht aber nichts, denn: „Für mich ist Tischtennis einfach das Geilste der Welt“, sagt Verdonschot. „Ich werde es spielen, solange ich kann, solange ich laufen kann. Für mich gibt es einfach nichts anderes.“
„Wim ist ein disziplinierter Arbeiter“
Einer, der diesen Weg besonders intensiv begleitet hat, ist Dustin Gesinghaus. Der U19-Bundestrainer fördert und fordert Verdonschot wie auch seinen Kumpel und Doppelpartner Andre Bertelsmeier über die Jugendzeit hinaus, kennt beide seit jungen Jahren und weiß, wie viel Arbeit hinter den Erfolgen steckt.
„Wim lebt und liebt den Sport voll und ganz. Er ist ein disziplinierter Arbeiter, der auch zur vierten und, wenn er dürfte, zur fünften Einheit am Tag noch mit guter Laune die Halle betritt“, beschreibt Gesinghaus seinen Schützling mit der starken Rückhand.

Der engagierte Coach sieht aber auch die Schwächen: Sein Schützling wolle manchmal zu schnell den Punkt machen, spiele zu hektisch und gehe zu hohe Risiken ein. Die Balance zwischen Angriffslust und Sicherheit ist eine wichtige Baustelle. „Wir haben außerdem noch viel Verbesserungspotenzial im Vorhand-Bereich, an dem wir intensiv schrauben“, so Gesinghaus. An der Entwicklung seines Schützlings zweifelt er nicht: „Wenn er weiterhin jeden Tag fleißig bleibt, dann sehe ich momentan keine Grenzen nach oben. Das wird dann die Zukunft zeigen, wie weit es geht.“
Verdonschot selbst weiß ziemlich genau, wo seine Stärken und Schwächen liegen. Er bevorzugt ein direktes, druckvolles Spiel, bei dem möglichst früh die Entscheidung fällt. Aufschlag, erster Angriff, Punktgewinn. Gegen Abwehrspieler, die den Ball immer wieder zurückbringen und lange Ballwechsel erzwingen, funktionierte das lange Zeit weniger gut. Wie sehr sich das geändert hat, zeigte sich bereits bei den Deutschen Meisterschaften 2025 in Erfurt.
Schwäche gegen Abwehr-Systeme ausgemerzt
Im Viertelfinale traf Verdonschot auf Florian Bluhm, einen der besten deutschen Abwehrspieler. Ein Jahr zuvor hatte er gegen ihn noch deutlich verloren. „Ziemlich chancenlos“, wie Verdonschot selbst einräumte.
Im vergangenen Jahr wollte er Bluhm zeigen, „was in einem Jahr so alles passieren kann“. Verdonschot führte bereits mit 3:0 Sätzen, ehe ihn die Kräfte verließen. Das Problem war weniger der schwere Arm als die ungewohnte Spielweise. Statt seine Punkte mit wenigen Schlägen zu erzwingen, musste er immer wieder lange Ballwechsel bestreiten. „Normal ist ja Aufschlag und erster Ball voll drauf.“ Gegen Bluhm habe er anders spielen müssen. „Das spiele ich normalerweise nicht, und das halte ich dann halt nicht so lange durch.“
Bluhm kämpfte sich zurück und glich zum 3:3 aus. Im siebten Satz behielt Verdonschot dennoch die Nerven und gewann. Es war nicht nur der Einzug ins Halbfinale und damit der sichere Gewinn seiner ersten Einzelmedaille bei Deutschen Meisterschaften der Erwachsenen.

Es war auch ein Beleg dafür, wie sehr sich sein Spiel innerhalb eines Jahres entwickelt hatte. Vor knapp einer Woche dann der 3:2-Sieg beim China Smash gegen die Abwehrkünste des dreifachen Olympia-Teilnehmers Yang Wang.
Zwei Freunde, ein gemeinsamer Weg
Verdonschot ist aber auch Teil eines erfolgreichen Doppels. Gemeinsam mit Andre Bertelsmeier gewann er den Deutschen Meister-Titel 2025 und 2026. Bertelsmeier und Verdonschot, sie sind Freunde, Trainingspartner, Konkurrenten und im Doppel ein eingespieltes Gespann. Sie treiben sich gegenseitig an, profitieren voneinander und müssen gelegentlich gegeneinander antreten, wenn es um die großen Titel geht.
Bei den Deutschen Tischtennis-Finals 2026 in Erfurt verteidigten sie ihren Doppel-Titel auf spektakuläre Weise. Im Finale gegen Patrick Franziska und Ricardo Walther lagen sie bereits mit 0:2 Sätzen und im dritten Durchgang mit 0:8 zurück. Eine Ausgangslage, bei der selbst notorische Optimisten langsam ins Grübeln geraten dürften. Bertelsmeier und Verdonschot drehten die Partie trotzdem. Mit den Goldmedaillen in der Hand und nach ihren nächsten Zielen gefragt, antworteten sie fast synchron: „Im Doppel U21-Europameister werden!“

Gesagt, getan. Und im Einzel-Finale der europäischen Titelkämpfe im rumänischen Cluj-Napoca traten sie gegeneinander an. Bertelsmeier führte mit 3:0 Sätzen, Verdonschot kämpfte sich zurück und erzwang den siebten Durchgang. Am Ende gewann Bertelsmeier.
Natürlich ärgern den 21-jährigen Rechtshänder Niederlagen. Ihn zeichnet aber auch aus, dass er neben dem Ehrgeiz auch die Fähigkeit, Niederlagen einzuordnen. Er ärgert sich über verpasste Chancen, aber verliert sich nicht darin.
Prause: „Sich gegenseitig in die Weltklasse pushen“
Sportvorstand Richard Prause sieht in ihrer Entwicklung mehr als zwei individuelle Erfolgsgeschichten. „Wir kennen das im Tischtennis aus der Vergangenheit, dass sich kleine Gruppen bilden, die sich gegenseitig pushen und so den Weg in die Weltklasse finden“, sagte er vor der EM gegenüber dem Deutschen Olympischen Sportbund.
Natürlich würden beide an den etablierten deutschen Spitzenspielern gemessen. Der Weg nach ganz oben sei noch weit. Prause sieht ihm mit Zuversicht und der nötigen Geduld positiv entgegen. Es sei schön zu sehen, dass sich zwei junge Männer anschickten, die Lücke zu schließen.
Auch menschlich harmoniert das Duo Verdonschot/Bertelsmeier. Beide sind freundlich, höflich, bodenständig, unkompliziert und für jeden Spaß zu haben. Sie gehen offen auf die Menschen zu und nehmen sich Zeit für ihre Fans, für Autogramme und Fotowünsche. In den sozialen Medien ist Verdonschot präsent, ohne sich selbst zu inszenieren. Mit seinem weiteren sportlichen Aufstieg wird auch die Zahl seiner Follower steigen. Bei Instagram liegt sie zurzeit bei gut 4.000.
Die Sache mit Zhang Jike
Schon früh hat Verdonschot sich sein sportliches Vorbild ausgesucht: Zhang Jike. Der chinesische Olympiasieger und Weltmeister faszinierte ihn schon als Kind, wegen seines Spielstils und seines coolen Auftretens. Noch 2024 zierte Zhang Jike das WhatsApp-Profilbild des Deutschen. Inzwischen sieht man ihn selbst auf einem Foto von den TT-Finals. Doch noch immer liegt in einer Vitrine in seinem Elternhaus ein nachgekauftes Tischtennis-Holz des ehemaligen chinesischen Superstars.
„Persistence“ – Beharrlichkeit
Zhang Jike trägt auf dem Rücken ein Tattoo mit dem englischen Wort „Persistence“ – Beharrlichkeit. Es ist ein Begriff, der auch Verdonschots Karriere ziemlich gut beschreibt. Denn sein Weg nach oben verlief keineswegs geradlinig. Verdonschot verzichtete als Jugendlicher auf das Tischtennis-Internat, weil er nach dem Umzug der Familie nicht schon wieder die Schule wechseln wollte. Erst nach dem Abitur zog er nach Düsseldorf und stellte sein Leben vollständig auf den Sport um.
Über den TTC Hagen, 15 Autokilometer vom Wohnort Schwerte entfernt, ging es aus der Verbandsliga 2020 zum Regionalliga-Team von Borussia Dortmund. In den zwei Jahren in der 2. Bundesliga bei Union Velbert sammelte er Spielpraxis, statt den Wechsel ins Oberhaus zu überstürzen. Seit dieser Saison ist er zurück beim BVB und spielt in Liga eins.

Mehrmals um die Welt: Lange Reisen sind sein Alltag
Inzwischen ist das Reisen zum festen Bestandteil seines Alltags geworden. Allein das Jahr 2026 führte ihn bislang nach Katar, Oman, Brasilien, Indien, Nigeria, Kroatien, Frankreich, Schweden und zuletzt von China mit nur kurzem Zwischenstopp zu Hause in Düsseldorf weiter nach Slowenien zur EM. Die Reisen innerhalb Deutschlands nicht mitgerechnet.
„Das lange Reisen macht mir eigentlich nicht so viel aus“, erzählt er. „Ich bin aber trotzdem froh, wenn ich mal zu Hause bin.“ Wer auf diesem Niveau spiele, sei eben sehr viel unterwegs. Man müsse lernen, die Belastung ein Stück weit auszublenden, damit sie einen nicht zu sehr mitnehme.
Im Ausland gelangen ihm die bislang größten Erfolge: Im November 2025 gewann er beim WTT Feeder im polnischen Danzig seinen ersten WTT-Einzel-Titel und zog in die Top 100 der Weltrangliste ein. Ende Januar 2026 folgte der zweite Feeder-Turniersieg im französischen Lille.
Olympia und die Top Ten
Anfang 2025 stand Verdonschot noch auf Platz 253 der Weltrangliste. Jetzt wird er auf Position 59 geführt, direkt hinter seinem Freund Andre Bertelsmeier. Durch den Achtelfinal-Einzug beim China Smash wird er beim am morgigen Dienstag veröffentlichten Ranking noch weiter nach vorne schnellen.
Mit dem Aufstieg wachsen auch die Ansprüche. Verdonschot möchte nicht dauerhaft als Talent gelten. Er will sich mit den etablierten deutschen Nationalspielern messen und irgendwann an ihnen vorbeiziehen. Nicht aus mangelndem Respekt, sondern weil Leistungssport ohne diesen Ehrgeiz nicht funktioniert.
Seinen Karriereplan formuliert er selbstbewusst: „Ich habe zwei Hauptziele. Das eine ist definitiv Olympia“, sagt er im Video „Next Gen Player“ seines Ausrüsters „andro“. „Das andere Ziel sind die Top Ten.“ Es braucht genau diese Überzeugung, wenn man sich vorgenommen hat, in einer Sportart ganz nach oben zu kommen, in der die Weltspitze traditionell von Spielern aus Asien und einigen wenigen europäischen Nationen dominiert wird. Wim Verdonschot hat nicht vor, sich mit dem bisher Erreichten zufriedenzugeben.
Seinen Namen wird man sich also merken müssen. Am besten gleich mit der richtigen Aussprache.
Über Wim Verdonschot

Neben Andre Bertelsmeier zählt der 21-jährige Rechtshänder zu den größten Aufsteigern bei den deutschen Tischtennis-Herren. Vater Olaf, selbst Tischtennisspieler, nahm den gebürtigen Berliner im Alter von vier Jahren mit zum Training im heimischen Brandenburg. 2025 gewann der Rechtshänder mit Andre Bertelsmeier die Deutsche Meisterschaft im Herren-Doppel und feierte beim WTT Feeder in Danzig seinen ersten internationalen Einzeltitel. 2026 folgte ein weiterer Turniersieg in Lille. Bei der U21-EM in Cluj-Napoca gewann er Gold im Doppel mit Bertelsmeier sowie Silber im Einzel und im Mixed mit Josephina Neumann. Beim China Smash in Peking sorgte er kurz vor der WM mit einem Sieg über den Weltranglisten-Zwölften Darko Jorgic und dem erstmaligen Einzug ins Achtelfinale eines Grand-Smash-Turniers für Aufsehen. Seit der Saison 2026/27 spielt Verdonschot für Borussia Dortmund in der höchsten deutschen Liga.