Westdeutscher Tischtennis-Verband e.V.

WTTV gegen sexualisierten und interpersonellen Gewalt im Tischtennis

Gegen Gewalt
im Tischtennis

Handlungs- und Schutzkonzept zur Prävention und Intervention sexualisierter und interpersoneller Gewalt im Westdeutschen Tischtennis-Verband e.V.

Präventionskonzept

Prävention von sexualisierter und interpersoneller Gewalt

Hinschauen, handeln, schützen: Der Westdeutsche Tischtennis-Verband e.V. spricht sich gegen jegliche Formen von Gewalt im Sport aus und unterstützt seine Vereine dabei, Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Tischtennis wirksam vor interpersoneller Gewalt zu schützen. Hier finden Vereine die wichtigsten Kontakte, klare Handlungsschritte für den Ernstfall und konkrete Hinweise zur Vorbereitung.

Porträtbild von Norbert Weyers

Ansprechpartner

Norbert Weyers

IM ERNSTFALL: WAS EIN VEREIN BEI EINER MELDUNG TUN MUSS

Ruhe
bewahren

Hinweise nicht herunterspielen, nicht vorschnell bewerten und keine eigenen Ermittlungen durchführen.

betroffene
schützen

Betroffene und beschuldigte Personen müssen soweit möglich räumlich und organisatorisch getrennt werden.

Vertraulich
handeln

Nur die unbedingt notwendigen Personen informieren und Verdachtsfälle nicht öffentlich machen.

WTTV
einbinden

Frühzeitig Norbert Weyers kontaktieren und das weitere Vorgehen gemeinsam abstimmen.

GUT VORBEREITET: DAS SOLLTE JEDER VEREIN JETZT KLÄREN

Ein Schutzkonzept schafft Sicherheit – für Vorstand, Trainerinnen und Trainer, Ehrenamtliche, Eltern sowie Spielerinnen und Spieler. Je klarer Zuständigkeiten und Abläufe geregelt sind, desto besser kann ein Verein im Ernstfall reagieren.

Ansprechperson benennen: Mindestens eine vertrauenswürdige Person im Verein als Ansprechperson festlegen und sichtbar kommunizieren.

Schutzkonzept erstellen: Risikoanalyse, Verhaltensregeln, Beschwerdewege und Interventionsabläufe schriftlich festhalten.

Vorstand einbinden: Das Thema muss von der Vereinsleitung getragen und regelmäßig auf die Tagesordnung gesetzt werden.

Mitarbeitende sensibilisieren: Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer sowie Ehrenamtliche über Prävention und Handlungswege informieren.

Erweitertes Führungszeugnis prüfen: Für Personen im Kinder- und Jugendbereich sollte die Vorlage geregelt und regelmäßig erneuert werden.

Ehrenkodex und Verhaltensrichtlinien nutzen: Klare Regeln zum Umgang miteinander, zu Umkleiden, Fahrten, Übernachtungen, körperlichen Hilfestellungen und sozialen Medien festlegen.

Schulungen besuchen: Kostenlose Angebote der Stadt- und Kreissportbünde sowie Kurz-&Gut-Seminare des LSB nutzen.

Materialien sichtbar machen: Informationen auf der Vereinswebseite, bei Aufnahmeanträgen und in der Kommunikation mit Eltern und Mitgliedern platzieren.

AKTUELLE EINORDNUNG:

SAFE SPORT CODE UND KINDERSCHUTZGESETZ NRW

Langfristig werden alle Vereine ein Schutzkonzept benötigen. Aktuell gibt es verbindliche Fristen insbesondere für Vereine mit Freiwilligendienstleistenden. Darüber hinaus können Städte und Gemeinden eigene Anforderungen stellen, zum Beispiel wenn Zuschüsse, Hallenzeiten oder Unterstützungsleistungen an ein Schutzkonzept geknüpft werden. Vereine sollten sich deshalb frühzeitig mit ihrem Stadt- oder Kreissportbund abstimmen.

Der Safe Sport Code wurde auf DOSB-Ebene beschlossen und wird zunächst vor allem für Verbände relevant. Für Vereine ist wichtig, sich bereits jetzt mit Prävention, Beschwerdewegen und möglichen Sanktionen auseinanderzusetzen, damit Strukturen rechtzeitig aufgebaut werden können.

MATERIALIEN, BERATUNG UND NÄCHSTE SCHRITTE

Zur Erstellung eines vereinseigenen Schutzkonzeptes kann der Schutzkonzeptgenerator des Landessportbundes NRW genutzt werden. Zusätzlich bietet der WTTV Orientierung durch sein Handlungs- und Schutzkonzept zur Prävention und Intervention sexualisierter und interpersoneller Gewalt.

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