Westdeutscher Tischtennis-Verband e.V.

Eine Woche Eslöv: Intensives Training und neue Impulse für den WTTV-Nachwuchs

Im Sommer rief mich meine liebe Trainerkollegin Evelyn Simon (ehemals auch im WTTV tätig, heute für die Stiftung zur Förderung des europäischen Nachwuchses im Tischtennis – ComPass – zuständig) an und fragte, ob ich nicht Lust hätte, mit zwei Spielern nach Eslöv in Schweden zu kommen.

Die Trainingsgruppe in Eslöv: Evelyn, Caspar, Junde und Stephan.

 

Lust hatte ich, und für diesen Lehrgang hatte ich mir Junde Zang und Caspar Mayer-Uellner ausgesucht, die in den letzten Wochen und Monaten tolle Entwicklungen in ihrem Spiel vollzogen haben. Obwohl wir die beiden Jungs erst vor Kurzem für das WTT in Spa aus der Schule nehmen konnten, war es in Absprache mit den Lehrern und den jeweiligen Schulleitungen dennoch möglich, die Reise nach Schweden anzutreten. Allerdings unter der Auflage, dass beide täglich für die Schule arbeiten mussten.

Leistungssport und Schule unter einen Hut bringen: Auch in Schweden wurde fleißig gelernt.

 

Gesagt, getan! Nach einer Unterkunft gesucht, was am Ende ein Ferienhaus bedeutete, das preislich viel günstiger war, als in ein Hotel zu gehen. Und, by the way: In Schweden hat das auch deutlich mehr Charme.

Wir reisten von Mittwoch bis Mittwoch (30.09. bis 07.10.2026) nach Eslöv in Schweden. Eslöv ist der Verein und die Trainingsstätte von Truls Möregårdh, der aber leider zeitgleich beim China Smash weilte. Dennoch spielen hier viele gute Damen, Herren und Jugendliche. Junde und Caspar haben an allen sechs Trainingstagen mit jeweils zwei Trainingseinheiten täglich mit vielen verschiedenen Partnerinnen und Partnern spielen können.

Impressionen aus dem Training:

 

 

 

Vor allem war es auch wichtig, dass sie von Evelyn und Peter Andersson, dem schwedischen Coach, korrigiert und gefördert wurden. Auch mir bringt eine weitere Sichtweise und gerade der Austausch mit Evelyn sehr viel, um den Weg der beiden Jungs weiter zu gestalten. Die Jungs haben toll miteinander harmoniert, fleißig und ohne Murren ihre Schulaufgaben bewältigt und im Training immer hart gearbeitet sowie sich verbessert. Die Art, wie die Schweden trainieren, ist etwas anders als in Deutschland. Es wird spielerischer, wettkampfnäher und mit mehr Wert auf das Treffen von Entscheidungen trainiert. Dafür kommt der athletische Teil hier etwas kürzer. Das ist für die Jungs, die bisher noch keine Trainingswoche mit durchgehend sechs Trainingstagen hatten, eher von Vorteil, zumal sich beide in jedem Training gegen mindestens gleich gute, meist aber bessere Partner ständig strecken mussten.

Sechs Tage, zwölf Einheiten: Eine intensive Woche für die jungen WTTV-Athleten.

 

Für mich als Trainer, der die Jungs bis mindestens zum Ende ihrer Jugendzeit begleiten möchte, ist es wichtig, dass sie mittel- und langfristig lernen, Schule und Leistungssport unter einen Hut zu bringen. Sie müssen lernen, selbstständig den Stoff aus dem Unterricht zu besorgen und nachzuarbeiten und gleichzeitig in den Trainingseinheiten konzentriert daran zu arbeiten, ihren Traum zu verwirklichen, noch besser Tischtennis spielen zu können.

Die Woche in Eslöv war sicherlich ein Highlight in der bisherigen Saison. Die nächsten Aufgaben stehen schon vor der Tür. Aber ich denke, wir sind gut vorbereitet und können uns hohe Ziele setzen. Das Niveau und die Klasse haben die Jungs für ihr Alter jedenfalls schon jetzt auf jeden Fall.

Diese Woche schreit nach einer Wiederholung, und wer weiß, vielleicht sind demnächst ja auch noch Max, Luka, Luisa und Emily dabei.

Stephan Schulte-Kellinghaus, WTTV-Cheftrainer

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