Westdeutscher Tischtennis-Verband e.V.

Gute Teamleistung – und ein überragender Caspar

Alle Jahre wieder – nach der Qualifikation über die jeweiligen Verbandsranglisten im September geht es im Oktober los mit den Bundesranglisten. Den Anfang machte am Wochenende die Jugend 13, bei der sich 32 Mädchen und 32 Jungen in Hauenstein in der Pfalz trafen.

Der WTTV stellte mit zehn Teilnehmern die größte Delegation – reiste aber leider nur mit neun Jugendlichen an, weil Hughie Krosta seine Teilnahme verletzungsbedingt kurzfristig absagen musste. So spielten dann vier Mädchen und fünf Jungen am Samstag in zunächst vier Achtergruppen um die bestmögliche Ausgangsposition für die Endrunden-Spiele am Sonntag.

Bei den Mädchen gehörte Luisa Fan zu den Mitfavoritinnen – was sie am Turnier-Samstag mit einer 7:0-Bilanz auch eindrucksvoll bestätigte. Am frühen Sonntagmorgen bot sie dann leider ihre schlechteste Turnierleistung und verlor überraschend genau das Spiel, dass man gewinnen muss, um eine Medaille erringen zu können. Danach war nur noch Platz 5-12 möglich, und nach zwei Siegen und einer abschließenden Niederlage Stand am Ende Platz 6 zu Buche.

Für Stella Paslawski reichte es am Samstag dank eines Fünfsatzsieges so gerade noch zu Platz 4, so dass sie am Sonntagmorgen gegen eine Drittplatzierte einer anderen Gruppe ranmusste. Und da sie das Duell deutlich für sich entscheiden konnte, ging es für Stella um die Plätze 5-12. Das erste verbandsinterne Duell gegen Luisa ging noch verloren, nach einem weiteren Sieg gewann sie abschließend im internen Duell gegen Nina das Spiel um Platz 9.

Stella hat den Ball stets im Blick.

Für Nina Lehmköster reichte es in der Vorrunde zu Platz 3 – wobei sie die Erstplatzierte aber am Rand einer Niederlage hatte. So ging es am Sonntag zunächst gegen eine Viertplatzierte, und nach einem deutlichen Sieg spielte auch sie um die Plätze 5-12. Im nächsten Spiel verlor sie gegen die später Fünftplatzierte, und nach einem weiteren Sieg ging es dann ja gegen Stella – somit Platz 10.

Während die drei Genannten dem ältesten Jugend-13-Jahrgang angehören, darf Ida Niehüser im nächsten Jahr nochmal antreten. Dank eines Verfügungsplatzes war sie ins Feld gekommen – und da sind drei Siege und Platz 6 in der Gruppe schon ein Riesenerfolg. Und da sie auch am Sonntag zwei weitere Spiele für sich entscheiden konnte, stand am Ende Platz 23 zu Buche.

Casper kurz nach Siegpunkt im Finale

Im „Jugend-13-Wettbewerb“ (hier dürfen ja auch Mädchen mitspielen, was aber auch hier nicht der Fall war…) stellte der WTTV ja gleich zwei Turnierfavoriten. Der eine, Caspar Mayer-Uellner, untermauerte dies in den Gruppenspielen auch sehr eindrucksvoll, nur zwei Satzgewinne ließ er seinen Gegnern zu. Üblicherweise werden ja die Spiele zum Ende hin immer knapper – aber am Sonntag gewann Caspar alle drei Matches, also auch Halbfinale und Finale, mit 3:0! Eine eindrucksvolle Vorstellung über beide Tage, die Caspar zur aktuellen Nr. 1 seines Jahrgangs in Deutschland gemacht hat.

Der große Konkurrent aus dem eigenen Lager, Junde Zang, hatte am Samstag nicht seinen besten Tag erwischt. Schon im internen Auftaktspiel gegen Max hätte es ihn fast „erwischt“, nach zwei Niederlagen reichte es aber tatsächlich nur zu Platz 3 in der Gruppe – und dann ist halt auch nur noch Platz 5 in der Gesamtwertung möglich. Den erreichte Junde dann aber auch mit vier Siegen am Sonntag, wobei er sich im abschließenden Spiel um Platz 5 für eine der beiden Niederlagen des Vortags rehabilitieren konnte.

In der Vorrundengruppe von Luka He war es in der Spitzengruppe sehr ausgeglichen – drei Jungs konnten untereinander jeweils ein Spiel gewinnen und verlieren, so dass Luka über  die Sätze Platz 2 belegen konnte und am Sonntagmorgen um den Einzug ins Halbfinale spielen durfte. Da er das Spiel gegen Caspars späteren Finalgegner nach großem Kampf aber verlor, ging es für ihn um die Plätze 5-12, und nach einem deutlichen Sieg ging es dann zunächst gegen Junde und gegen Mats, so dass er nach Niederlage und Sieg in den internen Duellen auf Platz 7 landete.

Mats bejubelt einen wichtigen Punkt.

Mats Roland erspielte am Samstag eine solide 5:2-Bilanz und Platz 3 – und mit einem Sieg im ersten Sonntagspiel ging es auch für ihn um die Plätze 5-12. Und da er auch das nächste Spiel (mit 18:16 im Entscheidungssatz) gewinnen konnte, ging es auch für ihn um Platz 5-8. In den beiden abschließenden Spielen gegen einen starken Abwehrer und gegen Luka reichte es aber nur noch zu einem Satzgewinn, am Ende also zu Platz 8.

Ein hervorragender 13. Platz stand am Ende für Max Kuhlmann zu Buche – aber es hätte auch noch besser kommen können. Im Auftaktspiel gegen Junde knapp im Entscheidungssatz verloren, und nach Platz 4 in der Gruppe am Sonntagmorgen gegen einen Drittplatzierten nach eigenen Matchbällen in der Verlängerung des 5. Satzes die Plätze 5-12 verspielt. Durch drei weitere Siege konnte er aber die dann noch bestmögliche Platzierung erreichen.

Fazit: Ein überragender Caspar, viele gute Leistungen, niemand hat enttäuscht – und vor allem haben alle ihr Bestes gegeben! Und wenn das so bleibt, werden wir im WTTV noch viel Spaß an diesem Jahrgang haben – wobei neben Ida auch Luka und Max im nächsten Jahr noch für Jugend 13 spielberechtigt sind.

Und zu guter Letzt: Auch wenn die Jugendlichen die Bälle auf den Tisch spielen müssen, einen großen Anteil am Erfolg haben immer auch die jeweiligen Coaches durch das Training unter der Woche und durch die Betreuung beim Turnier. Also ein riesengroßer Dank an Ding Yaping, Mara Lamhardt, Christine Mettner, Daniel Gerhards, Stephan Schulte-Kellinghaus und Jonas Weitz, die unsere Schützlinge optimal vorbereitet haben.

Rolf Elbern

 

 

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